Der Verein Turabdin-Babylon e.V.

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Turabdin

 

Der Turabdin, "Berg der Knechte Gottes", ist ein Teil Nord-Mesopotamiens (Zweistromland) und liegt im Südosten des heutigen Staates Türkei an der Grenze zu Syrien und Irak. Der Turabdin wird im Norden und Osten vom Fluss Tigris, im Westen von der Stadt Mardin und im Süden von den Städten Nsibis und Qamishly begrenzt.

Das Gebiet ist eine bergige Landschaft mit warmen und trockenen Sommern und kalten Wintern; es ist eine landwirtschaftlich geprägte Region.

turabdin3

 

Turabdin mit seinem christlichem Erbe

vateru00

 

Das Vater unser auf aramäisch. Wie der Name vermuten lässt, haben Klöster im Turabdin eine lange Tradition; die ältesten stammen aus dem 2./3. Jahrhundert; in der Blütezeit gab es hier mehr als 80 Klöster. Neben den zahlreichen Klöstern wurden im Laufe der Jahrhunderte auch viele Kirchen erbaut; hier befinden sich auch über 1000 Jahre alte Bibeln.

 

Dieses Gebiet ist eines der ältesten Zentren des christlichen Glaubens (1. Jahrhundert). Ethnisch, kulturell und sprachlich gehören diese Christen zum alten Kulturkreis der Aramäer und Assyrer, ihre Sprache ist ein Dialekt des Aramäischen. Der Turabdin wurde jahrtausendelang von Aramäern/Assyrern bewohnt. (Ihre Heimat ist Mesopotamien, von dem der Turabdin ein kleiner Teil ist.)

maria-hah

-Die Marienkirche in Hah-

 

mor-20gabriel_1

-Das Kloster Mor Gabriel ist Zentrum der Christen im TurAbdin-

 

bibel1

In aramäisch geschriebene Bibel aus dem 12 Jh. n. Chr.

Inzwischen sind sie im Turabdin eine religiöse und ethnische Minderheit mit einer leidvollen Geschichte. Der traurige Höhepunkt war der Völkermord 1914/1915 an den Armeniern durch Türken und Kurden, dem auch Hunderttausende von Aramäern/Assyrern zum Opfer fielen. Auch im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts gingen Repressalien und Menschenrechtsverletzungen weiter, so dass heute nur noch etwa 3.000 von ihnen im Turabdin leben. Das heutige kulturelle und religiöse Zentrum der Aramäer/Assyrer im Turabdin ist das Kloster Mar Gabriel, das im Jahre 397 erbaut wurde.

Auch im Turabdin gibt es einige Fußballvereine, wo im Sommer häufig Turniere und Freundschaftsspiele veranstaltet werden.

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Turabdin

 

Der Turabdin, "Berg der Knechte Gottes", ist ein Teil Nord-Mesopotamiens (Zweistromland) und liegt im Südosten des heutigen Staates Türkei an der Grenze zu Syrien und Irak. Der Turabdin wird im Norden und Osten vom Fluss Tigris, im Westen von der Stadt Mardin und im Süden von den Städten Nsibis und Qamishly begrenzt.

Das Gebiet ist eine bergige Landschaft mit warmen und trockenen Sommern und kalten Wintern; es ist eine landwirtschaftlich geprägte Region.

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Turabdin mit seinem christlichem Erbe

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Das Vater unser auf aramäisch. Wie der Name vermuten lässt, haben Klöster im Turabdin eine lange Tradition; die ältesten stammen aus dem 2./3. Jahrhundert; in der Blütezeit gab es hier mehr als 80 Klöster. Neben den zahlreichen Klöstern wurden im Laufe der Jahrhunderte auch viele Kirchen erbaut; hier befinden sich auch über 1000 Jahre alte Bibeln.

 

Dieses Gebiet ist eines der ältesten Zentren des christlichen Glaubens (1. Jahrhundert). Ethnisch, kulturell und sprachlich gehören diese Christen zum alten Kulturkreis der Aramäer und Assyrer, ihre Sprache ist ein Dialekt des Aramäischen. Der Turabdin wurde jahrtausendelang von Aramäern/Assyrern bewohnt. (Ihre Heimat ist Mesopotamien, von dem der Turabdin ein kleiner Teil ist.)

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-Die Marienkirche in Hah-

 

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-Das Kloster Mor Gabriel ist Zentrum der Christen im TurAbdin-

 

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In aramäisch geschriebene Bibel aus dem 12 Jh. n. Chr.

Inzwischen sind sie im Turabdin eine religiöse und ethnische Minderheit mit einer leidvollen Geschichte. Der traurige Höhepunkt war der Völkermord 1914/1915 an den Armeniern durch Türken und Kurden, dem auch Hunderttausende von Aramäern/Assyrern zum Opfer fielen. Auch im weiteren Verlauf des 20. Jahrhunderts gingen Repressalien und Menschenrechtsverletzungen weiter, so dass heute nur noch etwa 3.000 von ihnen im Turabdin leben. Das heutige kulturelle und religiöse Zentrum der Aramäer/Assyrer im Turabdin ist das Kloster Mar Gabriel, das im Jahre 397 erbaut wurde.

Auch im Turabdin gibt es einige Fußballvereine, wo im Sommer häufig Turniere und Freundschaftsspiele veranstaltet werden.

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